NSCA Germany Science

Engagement auf nationaler Ebene

Der Ansatz ist in der nationalen Zusammenarbeit mit deutschen Universitäten, Verbänden, gemeinnützigen Vereinen und Trainern in Deutschland begründet.

Wunsch und Ziel ist die Eigenständigkeit durch deutsche Inhalte, deutsche Trainingswissenschaftler, 
deutschsprachige Speaker auf Konferenzen mit Inhalten der hiesigen Sportwissenschaften und vor allem deren Anwendung im Sport, Leistungssport, Fitness, der Athletik und im Strength & Conditioning.

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Prof. Dr. Stephan Geisler, Präsident und Daniela Fond, Geschäftsführerin der NSCA Germany, engagieren sich leidenschaftlich für das Thema Strength and Conditioning im deutschsprachigen Raum.

Engagement auf internationaler Ebene

Der Ansatz ist in der nationalen Zusammenarbeit mit deutschen Universitäten, Verbänden, gemeinnützigen Vereinen und Trainern in Deutschland begründet.

Wunsch und Ziel ist die Eigenständigkeit durch deutsche Inhalte, deutsche Trainingswissenschaftler, 
deutschsprachige Speaker auf Konferenzen mit Inhalten der hiesigen Sportwissenschaften und vor allem deren Anwendung im Sport, Leistungssport, Fitness, der Athletik und im Strength & Conditioning.

Einmal im Jahr kommen die NSCA und alle internationalen Affiliates in den USA, um sich auszutauschen.

POSITION STATEMENTS NSCA

Bridging the Gap between
Science and Application

Offizielle Standards der Trainingswissenschaft.

Wissenschaftliche Leitlinien der NSCA für Kraft und Kondition.

NSCA Expertise: Evidenzbasierte Stellungnahmen auf einen Blick.

Die NSCA-Standards: Sicherheit und Professionalität im Performance-Training

Die Standards der National Strength and Conditioning Association (NSCA) bilden das Fundament für ein sicheres und effektives Kraft- und Konditionstraining. Sie betonen die geteilte Verantwortung aller Beteiligten für die Bereiche Sicherheit, Qualifikation und Programmgestaltung.

Kernpunkte der Richtlinien:

  • Qualifikation & Personal: Ein sicheres Trainingsumfeld beginnt bei hochqualifiziertem Personal. Trainer müssen nicht nur fachlich versiert sein, sondern auch präventive Maßnahmen aktiv umsetzen.

  • Programmdesign & Überwachung: Um Verletzungsrisiken durch Technikfehler, Übertraining oder mangelnde Aufsicht zu minimieren, ist eine lückenlose Überwachung und eine wissenschaftlich fundierte Trainingsplanung unerlässlich.

  • Notfallmanagement: Klare, vordefinierte Notfallpläne sind zwingend erforderlich, um im Ernstfall schnell und koordiniert handeln zu können.

  • Rechtssicherheit & Dokumentation: Haftungsfragen werden auf Basis der geltenden Standards und der individuellen Sorgfaltspflicht geklärt. Eine rechtssichere Dokumentation sowie formale Einwilligungserklärungen (Informed Consent) sind hierbei die zentralen Schutzinstrumente.

  • Ethik & Gleichberechtigung: Neben der physischen Sicherheit fordern die Standards einen fairen und diskriminierungsfreien Zugang zum Training für alle Athleten.

Handlungsempfehlungen (Next Steps):

Um diese Standards in der Praxis nachhaltig zu verankern, sollten folgende Schritte priorisiert werden:

  1. Kontinuierliche Fortbildung: Regelmäßige Schulungen des Personals (z. B. Erste Hilfe, Technik-Updates).

  2. Audit der Sicherheit: Systematische Überprüfung der Räumlichkeiten und Geräte.

  3. Rechtliche Absicherung: Einholung professioneller Beratung zur Prüfung von Verträgen und Haftungsausschlüssen.

Gewichtheben als Fundament der athletischen Entwicklung

Die Integration von Elementen des Gewichthebens (Reißen, Stoßen und deren Variationen) ist im modernen Athletiktraining unverzichtbar. Es dient nicht nur der reinen Kraftentwicklung, sondern ist ein entscheidender Faktor für die Explosivität und die langfristige Belastbarkeit von Sportlern.

1. Athletische Leistungsfähigkeit und Prävention

  • Kraft & Power: Keine andere Trainingsform schult die Rate der Kraftentwicklung (Rate of Force Development) so effektiv wie das Gewichtheben. Dies überträgt sich direkt auf Sprints, Sprünge und Richtungswechsel.

  • Verletzungsprophylaxe: Durch die hohen Anforderungen an die Rumpfstabilität und die koordinative Kontrolle der Gelenke unter Last wird der Bewegungsapparat widerstandsfähiger gegenüber Verletzungen im Wettkampf.

2. Technik und Programmierung: Qualität vor Quantität

Besonders bei Anfängern und Jugendlichen steht die technische Meisterschaft an erster Stelle.

  • Techniksteuerung: Bevor hohe Lasten bewegt werden, müssen die Bewegungsmuster (z. B. der First Pull und der Catch) automatisiert sein.

  • Progression: Die Steigerung der Intensität sollte konservativ und streng qualitätsorientiert erfolgen, um Überlastungsschäden zu vermeiden.


3. Nachhaltiger Erfolg durch Langfristigkeit (LTAD)

Ein zentraler Aspekt für Trainer ist das Long-Term Athlete Development (LTAD). Hierbei werden die biologische Reife und die individuellen Entwicklungsphasen berücksichtigt:

FokusStrategie
Individuelle MaturationBerücksichtigung von Wachstumsschüben und der individuellen Belastbarkeit (biologisches vs. chronologisches Alter).
Ganzheitliche AusbildungGewichtheben wird nicht isoliert, sondern als Teil einer vielseitigen motorischen Ausbildung gesehen.
NachhaltigkeitZiel ist nicht der schnelle Erfolg im Jugendalter, sondern die Maximierung des Potenzials im Erwachsenenbereich.

Krafttraining im Alter: 

Krafttraining ist für ältere Erwachsene weit mehr als nur Muskelaufbau – es ist eine essenzielle Investition in die Sicherheit und Lebensqualität. Entgegen veralteter Mythen ist ein gut gesteuertes Training in fast jedem Alter sicher und hochwirksam.

Häufigkeit2–3 Trainingseinheiten pro WocheIntensität70 % bis 85 % des Einwiederholungsmaximums (1RM)ProgressionStetige, individuelle Steigerung der LastenAnpassungBerücksichtigung von Vorerkrankungen und individueller Belastbarkeit

  • Physische Power: Signifikante Steigerung von Muskelmasse (Hypertrophie) und Maximalkraft.

  • Sturzprävention: Verbesserte neuromuskuläre Kontrolle und stabilerer Stand.

  • Funktionalität: Erhalt der Mobilität (Treppensteigen, Aufstehen, Tragen von Lasten).

  • Psychosoziale Aspekte: Steigerung des Selbstbewusstseins, der kognitiven Leistung und des allgemeinen Wohlbefindens.

Das LTAD-Modell der NSCA

Die NSCA unterstreicht die Notwendigkeit einer individualisierten und systematischen langfristigen Athletenentwicklung (Long-Term Athletic Development, kurz: LTAD). Dieser Ansatz richtet sich nicht nur an angehende Leistungssportler, sondern an alle Kinder und Jugendlichen, um das Fundament für lebenslange Gesundheit, körperliche Fitness und effektive Verletzungsprävention zu legen.

Die Kernsäulen des Erfolgs

Um eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten, setzt die NSCA auf eine Kombination aus verschiedenen strategischen Elementen:

  • Frühzeitige Förderung: Ein gezieltes Training der Motorik und Kraft sollte bereits im Kindesalter beginnen, um die physische Resilienz zu stärken.

  • Multisportive Ausbildung: Statt einer zu frühen Spezialisierung wird eine Vielfalt an Sportarten empfohlen, um ein breites Spektrum an Bewegungsmustern zu entwickeln.

  • Qualifizierte Betreuung: Ein professionelles Monitoring durch geschultes Fachpersonal ist essenziell, um die individuelle Belastung zu steuern.

  • Adaptive Planung: Da sich Kinder in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden, muss das Training flexibel an den biologischen Reifegrad angepasst werden.

Prävention statt Überlastung

Ein zentraler Aspekt des Modells ist die Vermeidung von Extremen. Sowohl eine chronische Überlastung durch zu intensives Training als auch eine Unterbelastung aufgrund von Bewegungsmangel erhöhen das Verletzungsrisiko signifikant.

Ziele der NSCA Germany

und wie wir sie erreichen:

Zusammenarbeit mit sportwissenschaftlichen Einrichtungen:

Die NSCA Germany geht Partnerschaften mit sportwissenschaftlichen Einrichtungen, Forschungszentren oder  Universitäten in DACH und Europa ein, um Forschungsinitiativen zu unterstützen und an  Projekten mitzuarbeiten, die das Verständnis und die Anwendung von Strength & Conditioning Prinzipien fördern.

Förderung der Anerkennung der
Branche

Durch Zusammenarbeit mit lokalen Sportorganisationen, Universitäten und Dachverbänden soll die Anerkennung der Branche gefördert werden, um das Bewusstsein für die  Bedeutung von Kraft- und Ausdauertraining zu schärfen und die positiven Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Sportler, die Verletzungsprävention und die allgemeine Fitness der Bevölkerung zu fördern.

Bildungsveranstaltungen organisieren

Seit vielen Jahren organisiert, hostet und akkreditiert die NSCA in Zusammenarbeit mit örtlichen Institutionen erfolgreich Konferenzen, Seminare, Webinare oder Workshops. Nach dem Motto „Bridging the gap“ bringt sie Themen im Zusammenhang mit Strength & Conditioning von der Theorie in die Praxis. Sie lädt regelmäßig Branchenexperten, Keynote Speaker und Forscher ein, ihr Wissen und ihre Erkenntnisse in verschiedenen Formaten zu teilen, und bietet Strength & Conditioning Coaches jeden Levels die Möglichkeit, ihr Wissen zu erweitern.

Stärkung der Strength & Conditioning Branche

Unterstützung von Trainern in  DACH und Europa durch den Aufbau von Beziehungen zu gleichgesinnten Personen und Organisationen.

Internationale Qualifikationen ermöglichen

Die NSCA bietet Internationale Möglichkeiten durch Qualifikationen mit internationalem Standard und Volunteermöglichkkeiten durch Ausbildungen nach international geprüften  Standards sowie durch ein starkes Netzwerk

Erfolgsgeschichten austauschen

Die NSCA weist zahlreiche Erfolgsgeschichten von Trainern  und Sportlern auf, die von Strength & Conditioning Programmen profitiert haben. Diese Geschichten dienen als aussagekräftige Zeugnisse, um den Wert und die Wirksamkeit von Strength & Conditioning zu demonstrieren.

Mentoring-Programme einrichten

Innerhalb der Strength & Conditioning Branche ist die  NSCA engagiert, Mentorenprogramme einzurichtet, in denen erfahrene Trainer mit  angehenden Trainern zusammengebracht werden und über einen längeren Zeitraum in engem Austausch stehen. Mentoringprogramme sind ein starkes Werkzeug, um die  Ausbildung zu vertiefen und den Charakter und das berufliche Wachstum zu fördern, “Servant Leadership” und den Wissensaustausch zwischen Jung und Erfahren zu etablieren.

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